Technologie des Zuckerrübenanbaus

Technologie des Zuckerrübenanbaus

Organisation der Nährstoffversorgung

Organisation der Nährstoffversorgung

 Die Zuckerrüben sind die Kultur, die sehr hohe Forderungen an die Ordnung Nährstoffversorgung stellt. Für die hohe Erträge benötigt sie hochkultivierte Böden und bedeutende Menge von Nährstoffen (s. Tabelle 1).

Besonders wichtig sind die Stickstoffdüngungen. Sowohl die mangelhafte, als auch  überflüssige Stickstoffdüngung, die mit anderen Nährelementen nicht gut gleichgewogen ist, führt zu den negativen Ergebnissen. Stickstoffmangel führt zu der Reduktion der Ertragbarkeit der Zuckerrüben und die überflüssige Düngung mit den Stickstoffdüngern – insbesondere am Ende der Vegetation – führt zu der wesentlichen Minderung der technologischen Parameter der Wurzel und reduzierten Ertrag des Zuckers bei der Verarbeitung in der Zuckerfabrik.

Tabelle 1.: Nährstoffbedarf der Zuckerrüben in Abhängigkeit von dem Fruchtbarkeitsstand

geplante Fruchtbarkeit,

T/Ha

N

P2O5

K2O

MgO

S

30,0

100-140

45-60

180-210

30-60

8-10

40,0

110-160

60-80

240-280

40-60

10-12

50,0

120-160

75-100

300-350

50-100

12-15

60,0

150-200

90-120

360-420

60-120

18-20

70,0

180-220

105-140

400-440

70-140

25-30

Die allzu hohen Dosierungen des Stickstoffs führen zum übermäßigen Wachstum des Blattapparates (Verschlimmert sich die Verhältnis Blatt/Wurzel) und dieser Faktor reduziert die Beständigkeit der Pflanze gegenüber der Trockenheit im Laufe der Vegetation.

Mit der Versorgung mit den Stickstoffdüngern soll man möglichst früh vor der Saat zu beginnen, gewünscht wäre, dass diese Düngungsmittel in der Ammonium- bzw. Ammoniakform versorgt werden. Für jedes Feld muss man einzeln die spezielle Dosis der Haupt- und Nachdüngung feststellen. Die Mengen des Stickstoffes können mit Hilfe der Karbamidnachdüngung auf die Blätter korrigiert werden (dabei muss man aufmerksam sein und die Blätter nicht verbrennen).

Wichtig ist auch die Versorgung der Pflanzen mit anderen Makro- und Mikroelementen, insbesondere mit Phosphor, Kali, Schwefel, Magnesium, Natrium, Mangan, Molybdän, Zink, Bor, dessen Mangel zur wesentlichen Verbreitung der Wurzelfäulnis führt.

MIKROELEMENTE

Bor ist ein sehr wichtiges Mikroelement für die Zuckerrüben, weil es den Stoffwechsel (besonders Kohlenstoffe) in den Zellen der Pflanzen stimuliert, d.h. das Defizit dieses Elementes kann wesentlich den Ertrag der Kultur, sowie den Zuckergehalt reduzieren. Darum gewünscht wäre, die Zuckerrübensaat mit dem Bor in besonders kritische Entwicklungsphasen – bei der Änderung der Wurzel bei 8-10 Blatt, bei der Zusammenschließung der Reihen und Zwischenreihen und aktivem Zuwachs des Wurzel - zu versorgen. Auf dem Markt werden sehr viele Borpräparate mit verschiedener Formel und Anteil des Präparates, jedoch bei der Berechnung der Dosis muss man mit der Menge von 500-650 g/Ha des Wirkstoffes (des „reinen“ Bors) für die Erhaltung des Rübenertrags in der Höhe von 50-60 T/Ha rechnen.

Noch ein wichtiges Mikroelement ist Mangan, das das Wachstum der Pflanze und die Entwicklung der zusätzlichen Wurzel für die bessere Wasser- und Nährstoffaufnahme aus den tieferen Bodenschichten stimuliert. Das Mangan kann man wie separat, als auch in der kompletten „Cocktails“ - Zusammensetzung der von Mikroelemente verwenden. Optimale Phase für die Versorgung ist der Zusammenschluss von Reihen und Zwischenreihen.

Außerdem die europäische Praxis zeigt, dass die Verwendung von kompletten Mikrodüngungen zusammen mit den Herbiziden den Stress von der Wirkung der Letzten erniedrigt, besonders betrifft das der Wirkung der Herbizide der Sulfanil-Harnstoffklasse. Wichtig ist, dass bei der Verwendung der Mikroelemente die Pflanze schon mit der Hauptdüngung versorgt wurde, in anderem Fall wird die Leistung minimal.

Bekalken des Bodens

Bekalken des Bodens

Zuckerrüben: die Halbbrachacker und verbessertes Schema. Die beiden sichern praktisch gleichwertige Ergebnisse bei der Bodenbearbeitung.

Halbbrachackerverfahren beinhaltet die Schälung in zwei Spuren nach dem die Gründüngung auf die Tiefe 8-10 cm untergepflügt  wird. Nach 2-3 Wochen wird tief auf 30-32 cm im Aggregat mit den Walzen und Egge gepflügt. Im Fall des Regens und des Unkrautwachstums wird 2-3 Mal die Kultivierung mit der Egge gemacht. Vor dem Bodenerfrieren erfolgt die Lockerung (und Abrichten) mit dem Wühlpflug auf die Tiefe von 16-18 cm.

 Empfohlene Mengen des CaO und des Defekats (Filtrationsabsatzes) für 1 Ha

in Abhängigkeit von der Agrarkategorie des Bodens und pH-Wert

 

Bekalken

1 – leichte Böden

2 – mittlere Böden

3 – schwere Böden

pH

CaO t/Ha

Defekat t/Ha

pH

CaO t/Ha

Defekat t/Ha

pH

CaO t/Ha

Defekat t/Ha

nötig

<4,5

3,5

11,7

<5,0

4,5

15,0

<5,5

5,0

16,7

erforderlich

4,6-5,0

2,5

8,3

5,1-5,5

3,0

10,0

5,6-6,0

3,0

10,0

empfohlen

5,1-5,5

1,5

5,0

5,6-6,0

1,7

5,7

6,1-6,5

2,0

6,7

begrenzt

5,6-6,0

0,0

0,0

6,1-6,5

1,0

3,3

6,6-7,0

1,0

3,3

überflüssig

>6,1

0,0

0,0

>6,6

0,0

0,0

>7,0

0,0

0,0

 

1 – Böden mit dem Gehalt der Teile, die weggespült werden (o<0,02 mm) 11-20%

2 -  Böden mit dem Gehalt der Teile, die weggespült werden (o<0,02 mm) 21-35%

3 -  Böden mit dem Gehalt der Teile, die weggespült werden (o<0,02 mm) über 35%

Um die notwendige Menge des Defekats zu berechnen, die empfohlene Menge von CaO wird mal 3,33 multipliziert.

Vorbereitung des Bodens

 

Die Hauptforderung der Zuckerrüben betreffend  Bodenbeschaffenheiten kann man mit folgenden optimalen Kennziffern bestimmen:

-       Tiefe der Humusschicht – mindestens 60 cm;

-       Humusgehalt von 1,5 bis 6,0%

-       Dichte der Ackerschicht – von 1,0 bis 1,35 g/cm3

-       pH – 6,5-7,3

Man muss berücksichtigen, dass auf den Feldern mit pH niedriger als 6,0 die Zuckerrüben während der Vegetationszeit mit der Wurzelfäulnis beschädigt werden und die Effizienz der Mineraldünger sich auf 25-30% reduziert.

Diese Kultur ist besonders empfindlich zu der physischen Beschaffenheit der Erde und benötigt sorgfältige Vorbereitung für die Saat.

Es gibt zwei grundsätzliche Verfahrensschemas der klassischen Hauptbodenbearbeitung für die Zuckerrüben: die Halbbrachacker und verbessertes Schema. Die beiden sichern praktisch gleichwertige Ergebnisse bei der Bodenbearbeitung.

Halbbrachackerverfahren beinhaltet die Schälung in zwei Spuren nach dem die Gründüngung auf die Tiefe 8-10 cm untergepflügt  wird. Nach 2-3 Wochen wird tief auf 30-32 cm im Aggregat mit den Walzen und Egge gepflügt. Im Fall des Regens und des Unkrautwachstums wird 2-3 Mal die Kultivierung mit der Egge gemacht. Vor dem Bodenerfrieren erfolgt die Lockerung (und Abrichten) mit dem Wühlpflug auf die Tiefe von 16-18 cm.

Das verbesserte Bearbeitungsschema setzt die zweimalige Schälung sofort nach dem die Gründüngung auf die Tiefe von 8-10 cm untergepflügt wird voraus. Weiterhin in 10-14 Tagen erfolgt die Scharschälung im Aggregat mit den Walzen und Egge. Am Ende September – Anfang Oktober erfolgt die tiefe Winterackerung auf 30-32 cm. Vor dem Beginn des Winters erfolgt die Begradigung des Ackers nach der Pflügbearbeitung.

In den letzten Jahren beherrscht man bei dem Zuckerrübenanbau  die s.g. „Konservierungsmetode der Bodenbearbeitung“, welche mit den nicht flachen Werkzeugen für die Bodenlockerung gemacht wird. Solches System der Bodenvorbereitung gewährleistet praktisch gleichwertige wie bei der klassischen Ackerung Ergebnisse. Besondere Forderungen: bei der Bearbeitung der Vorkultur unbedingt notwendig ist die maximal gleichmäßige Zerkleinerung und Verteilung der Nebenprodukte der Vorkultur auf der ganzen Oberfläche des Feldes; nachfolgend erfolgt die Bearbeitung mit der Scheibenegge auf die Tiefe von 8-10 cm, nach dieser Bearbeitung muss man die kompensatorische Stickstoffdüngung durchführen. In 12-14 Tagen nach der Schälung der Stoppel muss man die Mineraldüngung unter die Erde umkippen und den Unkraut vernichten. Auch auf dem Feld notwendig ist eine Chisellockerung des Ackers  auf die Tiefe 30-32 cm ohne Schichtumkippen durchzuführen.  

Die unvermeidliche Bedingung jedes Bodenvorbereitungsschemas ist die Begradigung der Ackeroberfläche vor der Überwinterung – im Frühling ermöglicht diese Maßnahme mit reduzierten Energie- und Feuchtigkeitsverbrauch hochqualitativ das Feld zur Saat vorzubereiten und gleichmäßige Jungpflanzen zu erhalten, da die Zuckerrüben – ein Kultur ist, bei welcher der Erfolg zu 70-75% von der Gleichmäßigkeit der optimalen Dichte der Jungpflanzen abhängig ist.

Der Hauptprinzip der Ackerbearbeitung im Frühling – möglichst die Anzahl der Fahrten der landwirtschaftlichen Maschinen durch das Feld vor der Aussaat zu minimieren. Man muss noch einmal betonen, dass die Zuckerrüben zur Verdichtung des Bodens sehr empfindlich sind und jede überflüssige Fahrt der Maschinen durch das Feld wirkt negativ auf das Wachstum der Pflanzen. Darum so wichtig ist die Begradigung des Ackers im Herbst durchzuführen. Optimal wäre, dass die Vorsaatbearbeitung und der Aussaat der Zuckerrüben mit einem Traktoraggregat erfolgte: eine Vorderaufhängung für das Kultivieren; Hinteraufhängung – Sämaschine. Wenn keine Möglichkeit dazu gibt, wäre gut, wenn der Abstand zwischen der Fahrt der Kultivator und Vorsaatbearbeitung und der Sämaschine nicht mehr als 2-3 Durchläufe des Aggregats beträgt. Man muss sicherstellen, dass die Höhe der Bodenkrone nach der Vorsaatbearbeitung nicht mehr als 2-3 cm beträgt, damit die optimale Tiefe der Samenbedeckung zu erreichen.

SAAT

SAAT

Mit der Berücksichtigung, dass die gegenwärtige Hybriden der Zuckerrüben zu den Schoßerscheinungen beständig sind und relativ niedrige Temperatur in der Zeit der Keimung und des Vegetationsbegins akzeptieren, kann man diese Kultur früh im Frühling säen – sofort nach der Beendigung der Aussaat von frühertragenden Sommerkulturen. Dabei muss man folgendes berücksichtigen: verschiedene Zuckerrübenhybriden brauchen 160 bis 220 Tagen für die Vegetation, darum berechnet man das Dauer der nicht frostigen Periode; die Fröste -4 – 50C   im Frühling vernichten die Rüben; im Frühling entsteht oft die Gefahr des Feuchtigkeitsverlustes im Aussaatschicht. Man muss auch darüber denken, dass im zu feuchten, kalten Boden werden die gekeimte Pflanzen oft mit dem Wurzelschädlingen beschädigt und von der Mangel des Sauerstoffes vernichtet, soll der Boden zu trocken sein – können die junge Pflanzen wegen des Feuchtigkeitsmangels vernichtet oder geschwächt werden.

Aussaattermine

Deswegen bei der Wahl der optimalen Saatperiode muss man unbedingt die Bedürfnisse der Pflanze an Wärme berücksichtigen:

  • Keimung der Pflanze (Bodentemperatur):

a)     +4-50C – Beginn der Keimung (die aufgegangene Saat bekommen wir nach 20-25 Tagen);

b)     +100C – die Saat geht auf nach 10-14 Tagen;

c)     +150C -  die Saat geht auf nach 8-12 Tagen;

d)     +20-250C -  die Saat geht auf nach 5-7 Tagen

  • Wachstum der Pflanze (Lufttemperatur):

a)     In der V-Phase – ertragen die Pflanzen die Nachttemperatur bis -1-20C (bei -30C werden sie vernichtet);

b)     In der Phase der ersten Paar der Blätter – kann die Pflanze die Nachttemperatur bis -4-50C ertragen;

c)     In der Erntezeit wird die Pflanze mit den Nachtfrösten bis -5-60C nicht beschädigt;

d)     Bereits geerntete und nicht gedeckte Zuckerrübenköpfe werden bei der Temperatur -2-30C beschädigt.

Wie die obigen Angaben zeigen, optimale Termine für die Saat der Zuckerrüben sind, wenn der Boden in seiner Tiefe 8-10 cm die Temperatur von +6…80C erreicht, gut reif auf der Oberfläche ist und feine Krümel bildet. Wenn man die Saat bei den niedrigeren Temperaturen durchführt, die aufgegangenen Pflanzen erscheinen erst nach 20-25 Tagen, das reduziert wesentlich die Energie der Keimung und Keimfähigkeit. Oft bilden sich infolge dessen nur einzelne, nicht regelmäßig verteilte auf der Aussaatfläche aufgegangene Pflanzen und das führt zu niedrigem Zuckerrübenertrag.

Bei der Saat der Zuckerrüben die besondere Aufmerksamkeit wird auf solche Faktoren gerichtet,  die die möglichen wiederkehrenden Fröste erfolgreich wiederstehen erlauben und zwar, auf den Typ des Bodens, seine Struktur und Feuchtegehalt.

Die höhere Gefahr der Beschädigung der Pflanzen durch die Fröste entsteht auf den leichten nach ihren agrarphysischen Eigenschaften Böden, in relativ trockenen Bedingungen und bei der krümeligen Oberfläche der Bodens und, umgekehrt nicht so stark werden die Pflanzen durch die Fröste auf den schweren, optimal mit der Feuchte gesättigten Böden unter Bedingung ihrer Behäufelung betroffen. Nicht ohne Bedeutung ist auch die Wahl der Sämaschine für die Zuckerrüben, besonders was die Häufelwalzen der Sämaschine anbetrifft. Das illustriert das Bild unten, auf welchem schematisch die Verteilung der Temperaturen in der Periode der Frühlingsfröste und die Wirkung der Gestalt der Häufelwalze der Sämaschine auf diese Verteilung dargestellt sind. Wie auf dem Bild gezeigt wird, besonders gute Ergebnisse sichert die Fingerverdichtungswalze mit dem Saatapparat.

Abb.1.  Verteilung der Lufttemperatur während der kalten Perioden in der Abhängigkeit von der

             Bodenoberfläche auf dem Zuckerrübenfeld.

Saatschema und Dichte

Optimale Saatdichte für die gegenwärtigen Hybriden ist 90-100 Tausend Pflanzen pro 1 Ha in der Zeit der Ernte. Das Saatgut soll hochwertig sein: von der Laborkeimfähigkeit ca. 96-98% und die Keimungsenergie mindestens 85%.

Es gilt, dass die Vorbearbeitungstechnologie optimal ist, wenn sie die Keimfähigkeit der Pflanzen auf dem Feld über 80% sichert. Die Kalkulation (Tabelle 2) zeigt, dass bei solcher Keimfähigkeit und der Aussaat 1,25 – 1,35 SE auf einem Ha, die optimale Dichte der jungen Zuckerrübenpflanzen zu erwarten ist.

Tabelle 2.: Anzahl der Pflanzen pro 1 Ha, in Abhängigkeit von der Saatrate und der Keimfähigkeit der

                  Pflanzen auf dem Feld

Abstand zwischen den Pflanzen in der Reihe, cm

Samenanzahl, Taus./Ha

Anzahl der Pflanzen, Taus./Ha bei der Keimfähigkeit auf dem Feld, %

80

70

60

50

13

171

137

120

103

85

14

159

127

111

95

80

15

148

118

104

89

75

16

139

111

97

83

69

17

134

105

91

78

65

18

124

99

86

74

62

19

117

94

82

70

58

20

111

89

78

67

56

21

106

85

74

63

53

22

101

81

71

61

51

23

97

78

68

58

49

Nicht weniger wichtig ist auch die Verteilungsgleichmäßigkeit der Zuckerrübensamen auf der Fläche, die ihrerseits auch von den Sameneigenschaften und optimaler Bedingungen für die Keimung im Felde abhängig ist. (Tabelle 3). (Es geht darum, dass bei 80% der Keimung und Aussaat der Samen mit dem Abstand von 18-19 cm von einander, 80% der Samen, die aufgegangen sind, werden mit dem Abstand von 18-19 cm, 16% - 36-38 cm, 3% - 54 cm, 1% - 72 cm von einander wachsen. Das heißt, desto höher die Feldkeimungsfähigkeit der Samen ist, desto gleichmäßiger die Verteilung der Pflanzen auf der Fläche und das garantiert optimales Wachstum, Entwicklung und  Bildung der höheren Ertragbarkeit).

Tabelle 3.: Verteilung der Samen in einer Reihe in der Abhängigkeit von der Feldkeimfähigkeit.

Feldkeimfähigkeit, %

n-maliger Abstand zwischen den Pflanzen in einer Reihe, %

1

2

3

4

5

6

50

50

25

13

6

3

1

55

55

25

11

5

2

2

60

60

24

10

4

1

1

65

65

23

8

3

1

-

70

70

21

6

2

1

-

75

75

19

5

1

-

-

80

80

16

3

1

-

-

85

13

1

-

-

-

-

 In Produktionsbedingungen muss man die optimalen Bedingungen zur Keimung der Samen schaffen, um die Feldkeimfähigkeit über 80% zu sichern. Die Fehler bei der Saat, welche zu den lichten Feldern führen und dementsprechend, zur unregelmäßigen Verteilung der Pflanzend auf dem Feld, lassen sich später praktisch nicht verbessern.

Tiefe der Saat

Die Tiefe der Saat soll so gering werden, wie es möglich ist und so tief, wie es notwendig ist. Praktisch genommen, optimal sind es 2,5 cm; im Fall der tieferen Saat notwendig ist die Samenrate auf 15% für jeden Zentimeter der Tiefe zu vergrößern.

Wichtig ist es zu kontrollieren, um die Samen auf den Bodengrund mit dem Zutritt der Kapillarfeuchte gelegt und mit der lockeren, fein-krümeligen Schicht der Erde bedeckt werden.

Man muss sorgfältig die Arbeitsgeschwindigkeit der Sämaschine kontrollieren: lieber langsamer, als zu schnell – das erlaubt die Ungleichmäßigkeit der Saat im Bezug der Tiefe und des Abstandes in der Reihe zu vermeiden.

Wichtig ist die Richtung der Saat festzustellen: nach der sorgfältigen Vorbereitung des Bodens erfolgt die Saat in der Richtung der Hauptbearbeitung – das sichert die Gleichmäßigkeit der aufgegangenen jungen Pflanzen und erniedrigt die Kosten der Ernte. Es ist auch von dieser Hinsicht wichtig, dass der Zutritt der Kapillarfeuchte zu jedem gesäten Samen und erfolgreiche Keimung sichert.

Kontrolle über den Saatvorlauf

Für die Punktsaat werden sowohl pneumatische als auch mechanische Sämaschinen verwendet. Unter Bedingung der Erfüllung aller Voraussetzungen gewährleisten sie praktisch die gleichen Ergebnisse. Man muss berücksichtigen, dass die mechanischen Sämaschinen  das beste Ergebnis bei der Arbeitsgeschwindigkeit bis 6 km/h zeigen und moderne pneumatische Sämaschinen arbeiten bei der Geschwindigkeit 7-8 km/h.

Vor dem Saatbegin soll man aufmerksam den technischen Zustand der Maschine überprüfen, indem man folgende Parameter berücksichtigt:

-       richtige Saatscheiben,

-       reine Öffnungen der Saatscheiben,

-       leichter Gang  der Antriebwelle der Säschar und der Scheiben,

-       Abstand zwischen dem Abstreifer und der Scheibe, Verschleiß des Abstreifers,

-       die Scharschärfe,

-       ob auf dem Körper der Säscheiben die Merkmale des Verschleißes zu sehen sind. 

In der Zeit der Aussaat muss man stets überprüfen:

-       horizontale Lage der Kopplung,

-       nicht zu viel Samen in den Korb zu legen,

-       die Arbeit der Einackermaschinen,

-       die Geschwindigkeit des Saataggregats mit Hilfe eines Zeitmessers

-       die Breite zwischen den Reihen, Abstand der Samen in einer Reihe und Tiefe der Sameneinackerung,

-       ob die Samen genug Kontakt mit dem Boden haben,

-       ob die feuchte Erde sich nicht auf die Säschar und Reifen aufklebt,

-       die Einackerntiefe der Samen durch jeden der Säsektion.

Unbedingt notwendig den Verschleiß der Schmalschar kontrollieren. Wie die Praxis zeigt, wird dieser Parameter nicht immer berücksichtigt, was negative Folgen haben konnte. (Abb. 3-4).

 

Abb. 3.: Die Verschleißstelle der Schmalschar

 

Abb.4.: Ergebnisse bei der Arbeit mit den verschleißten Säschar

Bei der Arbeit der Sämaschine mit der verschleißten Säschar können die „gebrochene“ junge Pflanzen infolge des schlechten Kontaktes der Samen und des hartem Bodengrunds und fehlender Feuchte für die Keimung der Samen.

Praktische Erfahrungen zeigen, dass bei der Erhöhung der Geschwindigkeit des Säaggregats die Möglichkeit der Lücken oder der doppelten Aussaat, der ungenügenden Kontaktierung der Samen mit dem Bodengrund und Unregelmäßigkeit der Einackerung der Samen mit der Erde steigt. Gespart wird die reine Zeit der Sämaschinenarbeit und nicht die Umkehr-, Umstellungszeit, sowie die Pausen für die Füllung der Samen und Saatkontrolle. Die Geschwindigkeit der Bewegung von mechanischen Sämaschinen soll bis 6 km/h begrenzt werden, da desto größer die Bewegungsgeschwindigkeit ist, desto schlechter  die Qualität der Saat bei der nicht wesentlichen Zeitersparung ist. Zum Beispiel: wenn man die Geschwindigkeit der Sämaschine  von 6 km/h auf 8 km/h erhöht, im Fall der Sechsreihensämaschine spart man 8 Minuten pro Hektar und mit 12-Reihensämaschine – nur 4,5 Minuten. Die Geschwindigkeit des Säaggregats kann man leicht überprüfen, wenn man 50 m des Feldes nimmt und die Zeit der Arbeit des Säaggregats auf dieser Strecke misst:

-       60 sek. – 3,0 km/h;

-       50 sek. – 3,6 km/h;

-       40 sek. – 4,5 km/h;

-       30 sek. – 6,0 km/h;

-       25 sek. – 7,5 km/h;

-       20 sek. – 8,0 km/h;

Rechtzeitig muss man die Verschleißte Teile überprüfen und austauschen: die Säschare, Auswerfer, Riffelwalze, und Kammerscheiben. Wählen Sie die entsprechenden Säwalzen, die dem Sollabstand zwischen den Samen in der Reihe entsprechen. Die übermäßige Rotationsgeschwindigkeit der Scheibe führt zu der Beschädigung der Samen und Lücken der Aussaat und zu geringe Geschwindigkeit erniedrigt die Genauigkeit der Saat.

 

Prüfung der Saatdichte

 Nach dem die Zuckerrübensaat aufgegangen ist, soll man die Dichte und Gleichmäßigkeit der Verteilung der jungen Pflanzen überprüfen, um die erwogene Entscheidung über die Pflegemaßnahmen zu greifen. Das erfolgt auf folgende Weise:

Im Feld wird eine Strecke bestimmt, die 100 Mal größer als der Ist-Abstand in der Reihe ist und die aufgegangene Pflanzen zählen. Die Anzahl der Pflanzen auf dieser Strecke ist der Feldkeimfähigkeit gleich.

Der Ist-Abstand in der Reihe wird durch die Messung in 6-10 Stellen auf dem Feld des Abstandes, den 10 Pflanzen einnehmen, festgestellt. Der Mittelwert teilt man mal 10 und wir bekommen den Ist-Abstand zwischen den Pflanzen.

Die Dichte der Pflanzen wird auf folgen Weise ermittelt: Unter Bedingung dass die Zwischenreihe 45 cm breit ist, die Länge der Reihen für ein Hektar beträgt 22222 l.m. Für die Kalkulation brauchen wir ein Vomtausendsatz dieses Abstandes, d.h. 22,2 m und zählen die Pflanzen. Für die höhere Genauigkeit die Kalkulation wird in verschiedenen Stellen des Feldes durchgeführt. Desto mehr Ergebnisse zusammenfallen, desto genauere Ergebnis ermittelt wird.

Schutz der Zuckerrüben

Schutz der Zuckerrüben

Die Strategie des Herbiziden Schutzes entwickelt man auf Grund der Geschichte des Feldes (wesentlichste Unkrautsorten, Bearbeitung des Bodens, durchgeführte Maßnahmen bei der Vorkultur), sowie der Saatpläne und vorhandenen klimatischen Bedingungen, aber grundsätzlich plant man 3-5 Bearbeitungsmaßnahmen (Bespritzungen). Zusätzlich kann man die „Null“-Bearbeitung mit den Präparaten auf der Glyphosat-Basis – 7-14 Tage vor der Aussaat.

Wenn die Saat der Zuckerrüben zu optimaler Zeit durchgeführt wurde und keine Fröste erscheinen, erfolgt die erste Herbizidbearbeitung auf die jungen Pflanzen 10-20 Tagen nach der Aussaat. Jede nächste Bearbeitung erfolgt mit dem Intervall von 8-11 Tage, um die neue Welle des Unkrautes nicht zu versäumen und das Wachstum des Unkrautes, das durch die vorige Bearbeitung nicht vernichtet wurde, nicht zu zulassen. Auf solche Weise kann man die Sauberkeit der Saat bis zum Moment der Zusammenschließung der Zwischenreihen der Zuckerrüben mit minimaler Unterdrückung der Kultur erreichen.

Die Bearbeitung gegen Gräser wird entsprechend des Vorhandenseins der Einkeimblättrigen, ihrem Spektrum und ihrer Schädlichkeit geplant, in einzelnen Fällen kann man sie mit den grundsätzlichen Herbiziden verbinden.

Schema der Herbizidenschutz auf der Aussaat der Zuckerrüben

in der PU „Zachidnyj Buh“

 

  1. Betanal Expert 0,8 L/Ha + Goltix 1,5 L/Ha
  2. Betanal Expert 0,8 L/Ha + Goltix 1,0 L/Ha + Piramin Star 1,0 L/Ha
  3. Betanal MaxPro 1,5 L/Ha
  4. Betanal MaxPro 1,5 L/Ha + Lontrel 0,3 L/Ha (Option) + Karibu 0,020 kg/Ha (Option)

Der Schutz gegen Schädlinge ist die Frage des Spektrums und der Menge von Schädlingen, d.h. die Verwendung der Insektiziden  ist wirtschaftlich zweckmäßig nur nach der Erreichung der Schädlichkeitsgrenze, auch der Präparatentyp ist von den Zielobjekten abhängig, obwohl die Praxis zeigt, dass für die „geriffelten“ Zuckerrübenblätter die Kontaktinsektiziden eine geringe Effektivität im Vergleich mit den Systeminsektiziden (wie z.B. Phosphororganik, Neonikotinoiden) zeigen.

Die Fungiziden werden grundsätzlich auf den mit den Zuckerrüben dicht bedeckten Feldern verwendet, jedoch in den Bedingungen der hohen Sättigung des Bodens mit der Feuchte die Verwendung der Fungizide ist zweifellos. Besonders verbreitete Krankheit ist die Zerkosporose, sie erscheint auf der Saat als eine der ersten (Ende Juni). Gute Effektivität für die Zuckerrüben zeigen solche Präparaten, wie Rex Duo, Medison, Amistar Extra, SphäraMax usw.

Die Strategie des Herbiziden Schutzes entwickelt man auf Grund der Geschichte des Feldes (wesentlichste Unkrautsorten, Bearbeitung des Bodens, durchgeführte Maßnahmen bei der Vorkultur), sowie der Saatpläne und vorhandenen klimatischen Bedingungen, aber grundsätzlich plant man 3-5 Bearbeitungsmaßnahmen (Bespritzungen). Zusätzlich kann man die „Null“-Bearbeitung mit den Präparaten auf der Glyphosat-Basis – 7-14 Tage vor der Aussaat.

Wenn die Saat der Zuckerrüben zu optimaler Zeit durchgeführt wurde und keine Fröste erscheinen, erfolgt die erste Herbizidbearbeitung auf die jungen Pflanzen 10-20 Tagen nach der Aussaat. Jede nächste Bearbeitung erfolgt mit dem Intervall von 8-11 Tage, um die neue Welle des Unkrautes nicht zu versäumen und das Wachstum des Unkrautes, das durch die vorige Bearbeitung nicht vernichtet wurde, nicht zu zulassen. Auf solche Weise kann man die Sauberkeit der Saat bis zum Moment der Zusammenschließung der Zwischenreihen der Zuckerrüben mit minimaler Unterdrückung der Kultur erreichen.

Die Bearbeitung gegen Gräser wird entsprechend des Vorhandenseins der Einkeimblättrigen, ihrem Spektrum und ihrer Schädlichkeit geplant, in einzelnen Fällen kann man sie mit den grundsätzlichen Herbiziden verbinden.

Schema der Herbizidenschutz auf der Aussaat der Zuckerrüben

in der PU „Zachidnyj Buh“

 

  1. Betanal Expert 0,8 L/Ha + Goltix 1,5 L/Ha
  2. Betanal Expert 0,8 L/Ha + Goltix 1,0 L/Ha + Piramin Star 1,0 L/Ha
  3. Betanal MaxPro 1,5 L/Ha
  4. Betanal MaxPro 1,5 L/Ha + Lontrel 0,3 L/Ha (Option) + Karibu 0,020 kg/Ha (Option)

Der Schutz gegen Schädlinge ist die Frage des Spektrums und der Menge von Schädlingen, d.h. die Verwendung der Insektiziden  ist wirtschaftlich zweckmäßig nur nach der Erreichung der Schädlichkeitsgrenze, auch der Präparatentyp ist von den Zielobjekten abhängig, obwohl die Praxis zeigt, dass für die „geriffelten“ Zuckerrübenblätter die Kontaktinsektiziden eine geringe Effektivität im Vergleich mit den Systeminsektiziden (wie z.B. Phosphororganik, Neonikotinoiden) zeigen.

Die Fungiziden werden grundsätzlich auf den mit den Zuckerrüben dicht bedeckten Feldern verwendet, jedoch in den Bedingungen der hohen Sättigung des Bodens mit der Feuchte die Verwendung der Fungizide ist zweifellos. Besonders verbreitete Krankheit ist die Zerkosporose, sie erscheint auf der Saat als eine der ersten (Ende Juni). Gute Effektivität für die Zuckerrüben zeigen solche Präparaten, wie Rex Duo, Medison, Amistar Extra, SphäraMax usw.